Bildformate: JPEG, TIFF, RAW, DNG
Bildformate: JPEG, TIFF, RAW, DNG
Jedes digitale Bild, das Sie aufnehmen oder erstellen, wird in einem bestimmten Dateiformat gespeichert. Das Format bestimmt, wie die Bilddaten gespeichert werden, wie groß die Datei ist und welche Bearbeitungsoptionen Ihnen zur Verfügung stehen. In der Fotografie sind die vier häufigsten Formate JPEG, TIFF, RAW und DNG. Jedes hat eine spezifische Rolle in einem professionellen Workflow, und zu wissen, wann man welches verwendet, spart Speicherplatz und erhält die Bildqualität.
JPEG ist der universelle Standard zum Teilen und Anzeigen von Bildern. Es verwendet verlustbehaftete Komprimierung, die die Dateigröße erheblich reduziert, indem Informationen verworfen werden, die das menschliche Auge wahrscheinlich nicht bemerkt. Ein JPEG einer 24-Megapixel-Kamera könnte 5 bis 10 Megabyte groß sein, verglichen mit 30 bis 50 Megabyte für eine Raw-Datei. JPEGs sind perfekt für soziale Medien, E-Mails, Webgalerien und alle Situationen, in denen Sie Bilder schnell liefern müssen. Der Nachteil ist, dass Sie jedes Mal, wenn Sie ein JPEG speichern, etwas an Qualität verlieren.
TIFF ist ein verlustfreies Format, das häufig im professionellen Druck und Verlagswesen verwendet wird. Es bewahrt alle Bilddaten ohne Komprimierungsartefakte und unterstützt hohe Bittiefen und Ebenen. TIFF-Dateien sind groß, oft mehrere hundert Megabyte für ein einzelnes Bild. Sie sind nicht für den täglichen Gebrauch geeignet, aber der Standard für Archivmaster und hochwertige Druckarbeiten. Wenn Sie für einen Druck oder eine Publikation jedes bisschen Qualität erhalten müssen, ist TIFF das Format der Wahl.
RAW ist kein einzelnes Format, sondern eine Kategorie proprietärer Formate, die für jeden Kamerahersteller spezifisch sind. Canon verwendet CR2 und CR3, Nikon verwendet NEF, Sony verwendet ARW, Fujifilm verwendet RAF. Diese Dateien enthalten die unverarbeiteten Sensordaten und können von den meisten Bildbetrachtern ohne spezielle Software nicht geöffnet werden. RAW ist das Arbeitsformat für ernsthafte Bearbeitung. Sie importieren RAW-Dateien in Lightroom oder Capture One, bearbeiten sie und exportieren sie für die Lieferung als JPEG oder TIFF.
DNG (Digital Negative) ist Adobes offenes Raw-Format, das als universeller Standard konzipiert wurde. Einige Kameras nehmen nativ im DNG-Format auf, und viele Fotografen konvertieren ihre proprietären Raw-Dateien zur Archivierung in DNG. DNG ist kleiner als die meisten proprietären Raw-Formate, da es einige nicht wesentliche Metadaten verwirft. Es ist auch zukunftssicherer, da es ein offener Standard ist, der an keinen Kamerahersteller gebunden ist. Für die Langzeitarchivierung ist DNG eine ausgezeichnete Wahl.
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